Bottle No. 33

flaschenpost no 33 und 34 kleinFlasche Nummer 33, die mit dem roten Fisch rechts, wurde am 29.12. an der Mainmündung in dem Rhein geworden und ist acht Tage später wenige Kilometer stromabwärts (direkt an der nächsten Flußbiegung) aufgesammelt worden. Hier die Email, die ich dazu bekommen habe:

Liebe Hilke,

am vorletzten Sonntag, den 06. Januar 2014, war ich mit meiner Familie in Eltville in Richtung Erbach am Rhein spazieren. Ungefähr in Höhe der Abbiegung der Bundesstraße  42 ist so eine Art Rampe, die ins Wasser führt, in deren Ecke sich allerhand Zeugs ansammelt. Während mein Mann und unser 3,5jähriger Sohn damit beschäftigt waren, Stöcke ins Wasser zu schmeißen, war ich auf der Suche nach hübschem Treibholz. Tja, und da lag sie dann, deine hübsch versiegelte Flasche mit dem noch hübscheren Fischmotiv. Wie aufregend! Mein Sohn sagte im O-ton: “Oh, danke, Mama, dass du eine Flaschenpost gefunden hast.” Das auspacken wurde zuhause natürlich zelebriert.no 33

Wir sagen dir vielen Dank und wünschen Dir weiterhin viel Erfolg bei deinem Projekt.
Dein Bild wird sich sicherlich in irgendeinem Rahmen an unserer Wand wiederfinden. Kunstwerke mit Geschichte sind die besten!

Ganz herzliche Grüße von
Julia und Christian mit Mads und Emmi

In der Flasche befand sich neben dem Druck noch ein Zettel mit meinem handgeschriebenen Gedicht “we are fish”, sowie den üblichen “Beipackzettel” mit einer kurzen Beschreibung des Projektes. Der Druck ist ein Relikt aus einem Experiment mit einem zweifarbigen Druck mit einer Linolplatte. Ich habe erst blaue Farbe in die Vertiefungen gerieben und dann die Platte mit roter Linoldruckfarbe normal eingestrichen. Dann dünnes Papier genommen und gut angedrückt. – Das ergab dann diesen etwas kruden zweifarbigen Druck.

Meines Wissens ist das das erste Mal, dass die beigelegte Kunst als solche gewürdigt wird, und das freut mich sehr. Außerdem ist es doch hübsch, dass an beiden Enden solch kleine Jungs beteiligt waren, denn reingeworfen hatte sie unser 2,5 jahre alter Sohn.

As I told you before, bottle number 33 got found eight days after it was thrown into the river Rhine close to the place where the Main flows into the Rhine. It stranded at the next turn the river took and waited there amongst other flotsam to be found by a family, who were throwing sticks into the river and collecting driftwood.
The print was an experiment with two prints from one plate in one go: The print is made from a lino plate. I first rubbed blue ink into the lines and then inked it up with red paint as usual. Then I printed onto thin paper and rubbed on very well, leaving a red print with blue lines. Along with the print they also found my short poem “we are fish”:

We are fish,
All of us,
Drifting in space, floating in time,
opening and closing our mouths to the flow of the tide.

And of course the usual letter, explaining the project and giving my contact data.

To my knowledge they are the first to hang the print that they found in the bottle, and I am very happy that another bottle found equally happy finders!

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Weihnachtsflaschenpost: Drei Abwürfe

abwurf nr 37 in telgte 04Wie im letzten Artikel versprochen, will ich nochmal einige Fotos von den Flaschenabwürfen um Weihnachten rum nachliefern.

Oben ist das Wehr in Telgte zu sehen mit der Kirche St. Clemens im Hintergrund. Hier habe ich am 24. Dezember meine “Weihnachtsflaschenpost” ausgesetzt. Von der Fußgängerbrücke im Bild entstand dieses Foto:

abwurf nr 37 in telgte 01Da stehe ich, geschminkt und angemalt, in der Hoffnung, jemand würde mich fragen was ich da so mache. – Leider kam niemand vorbei, der mich hätte fragen können, dabei hatte ich extra schöne Visitenkarten dabei. Die Flasche habe ich trotzdem abgeworfen:

abwurf nr 37 in telgte 02I am writing to fulfill my promise and show you pictures of the dispatch of the latest three bottles. The first one, my “Christmas bottle” (it indeed contains Christmas greetings) was submitted to the river Ems in Telgte on the 24th. I dressed up for the occasion (as mermaid say I, as water-corpse says M.) to draw some attention. I had special business cards with me, and hoped someone would ask me what I was doing. – No luck with that. But I did throw the bottle in. On the picture on the top you see the weir of Telgte. I put in the bottle just beneath it.

abwurf nr 37 in telgte 03Am 28. Dezember war ich dann mit Mann und Kindern bei der Mainmündung in Mainz, und dort sind nochmal zwei Flaschen ins Wasser gegangen. Mit der ersten hat mir unser Sohn geholfen:

Abwurf nr 33 in mainz 01The next bottle with dispatched from a railway bridge into the river Rhine where the Main enters the stream. Above you see little man preparing to put in bottle no. 33.

abwurf nr 33 in mainz 02Sie war so schnell im Wasser, dass ich Schwierigkeiten hatte, ein Bild vom Abwurf zu machen, aber hier kann man sie schwimmen sehen.

Und dann nochmal der Profi 😉 Ich war noch schneller, und ich habe noch nicht mal ein Bild von der schwimmenden Flasche.

And then I threw in bottle number 38:

abwurf nr 38 in mainz 01abwurf nr 33 in mainz 03Wie immer wünsche ich meinen Flaschen eine gute Reise und gute Finder! Ich bin ein wenig überrascht, dass ich von der Weihnachtsflasche noch nichts gehört habe. Telgte liegt etwa 16 Kilometer flußaufwärts von Greven, wo der schiffbare Teil der Ems beginnt. Bis dahin muss die Flasche noch eine Staustelle überwinden, die ähnlich aussieht, wie die in Telgte. Die Chancen dafür sind nicht sehr gut. Ich hatte gehofft, dass über die Feiertage Spaziergänger sie sehr schnell finden. Allerdings war so schlechtes Wetter, dass wahrscheinlich wenig Leute Lust auf einen Spaziergang hatten, und die die draußen waren, noch weniger Lust, Müll aus dem Wasser zu ziehen. Nun ja, vielleicht ist sie ja sogar noch unterwegs, wer weiß.

Wie immer: Wenn eine der Flaschen gefunden wird, gebe ich mehr über ihren Inhalt preis.

I wish all my bottles a smooth ride and gentle finders. And I wish that you might find one, one day, and will let me know! And I wish you a magical and creative 2014 with lots of joy and pleasant surprises along the way.

Weihnachtsüberraschung: Eine Flasche wurde nach mehr als einem halben Jahr gefunden

flaschenpost no 16+17+18-03 kleinerIch war gerade von meinem Weihnachsurlaub wieder zu Hause, als mich eine gute Nachricht erreichte: Es wurde mal wieder eine meiner Flaschen gefunden. – Flasche Nummer 17! Ich muss sagen, diese niedrigen Nummern hatte ich eigentlich schon fast aufgegeben. Es handelt sich um eine “Drillingsflasche”: Ich habe die Nummern 16, 17 und 18 mit – ich glaube es waren 8 – verschiedenen kleinen Stempeln gemacht, und diese dann auf die drei Flaschen aufgeteilt. Beach Findings habe ich die entstandenen drei Stempelbildchen genannt, die durch die Verwendung der gleichen Stempel in verschiedener Position und Farben zwar sehr ähnlich, aber nicht identisch sind.

Das hier war die Email, die ich bekommen habe:

Hallo liebe Hilke!

Gestern, am 29. Dezember 2013, habe ich Deine wunderschöne Flaschenpost Nr. 17 gefunden – am Rhein, in 41468 Neuss (Stadtteil Uedesheim, gegenüber von Düsseldorf-Himmelgeist). Eine richtig schöne Überraschung!

Ich war mit meinem siebenjährigen Sohn am Rhein, um Müll aufzusammeln (das machen wir ab und zu mal…). Das Wasser stand recht hoch, so dass das Strandstück nicht allzu breit war und außerdem viel Gras, Tang, Holz usw. angeschwemmt worden war. Der Müll war diesmal richtig ekelig, aber trotzdem haben wir uns da mit Müllzange und Handschuhen durchgekämpft. Plötzlich sah ich – eingebettet in Grasbüschel – diese besondere Flasche dort liegen. Ich konnte es gar nicht glauben, dass zwischen dem ganzen Dreck so etwas Schönes liegen konnte. Mein Sohn war völlig aus dem Häuschen und hat die Flasche nicht mehr aus der Hand gegeben. Zu Hause konnten wir sie problemlos öffnen. Über die Kunst darin und das kleine Briefchen haben wir uns total gefreut. Die Internetseite haben wir uns na klar auch sofort angeschaut. Ein beeindruckendes Projekt!

Danke für die schöne Idee!
Sicherlich wird es ab jetzt leichter, meinen Sohn zum Müllsammeln am Rhein zu motivieren

Herzliche Grüße aus Neuss!

Britta und Ben

Ich freut mich immer wieder, wenn meine kleinen Überraschungen so gut ankommen! Diese Flasche war mehr als 6 Monate unterwegs. Am 9. Juni habe ich sie von der Rheinbrücke in Bonn geworden. Sie hat etwas weniger als 100 km zurückgelegt.

Wie immer bei einem Fund, eröffne ich damit auch für meine Leser einen Blick auf den Inhalt. Ich habe auch mehrere Flaschen über Weihnachten abgeworfen. Davon erzähle ich im nächsten Artikel, der in den nächsten Tagen erscheinen soll. Bis dahin!

flaschenpost no 17-01 kleiner

When I just came home from my Christmas vacation and opened my virtual mailbox, I found a very pleasant surprise: Bottle number 17 was found on December 29th. I must admit that I had already given up on those low numbered bottles. I put it into the river Rhine on 9th of June in Bonn, and it was found in Neuss, near Düsseldorf. The message that I received roughly translates to this:

Dear Hilke!

Yesterday, on Dezember 29th, I found your beautiful bottle No. 17  – on the banks of the river Rhine, in Neuss (on the west bank of the river Rhine, opposite Düsseldorf-Himmelgeist). A really beautiful surprise!

I was there to collect trash from the river banks with my 7 year old son (we do that sometimes…) The water was rather high, so that the sandy banks were narrow and small with a lot of driftwood, weeds and grass. The trash was especially discusting, but we worked through it with gloves and special griping tools. Then, suddenly, I say that special bottle embedded in some grass. I couldn’t believe that something so beautiful could lie between all that stinky waste. My son was so excited that he didn’t let go of the bottle until we reached our home again. We were able to open the bottle without difficulties, and were very happy about the art and the letter. We looked up your blog immediately. This is a really impressive project. Thank you very much for this beautiful idea!

From now on it should be easier to get my son to help with collecting trash from the Rhine.

With best regards from Neuss!

Britta und Ben

As always when a bottle get found, my readers are allowed a peep inside, too. Bottle number 17 is one of three connected bottles. I made them with the same set of eight little stamps, and then distributed them among the three bottles. The images are called “beach findings” and show among other things feathers, a key and a message in a bottle.

I also dispatched several bottles during my Christmas vacation. I’ll let you know about those in the next days.

Zwei Flaschen mehr schwimmen im Wasser

IMG_0120Das sind die beiden Flaschen, diesmal sind es die Nummern 17 und 19. (17 und 18 gehören zur gleichen Serie (zusammen mit 16), deshalb habe ich 18 erst einmal ausgelassen). Der Rhein ist immernoch ziemlich voll, aber bei Bonn nicht oder zumindest nicht ernsthaft über die Ufer getreten. Heute habe ich mir mal Unterstützung von meinen Kindern geholt. Die erste Flasche hat der kleine Mann reingewofen:

These are bottles numbered 17 and 19. They hit the waters of the River Rhine this morning. I had little helpers today: The first bottle was thrown in by our little man:

Kolja wirftDie zweite Flasche wurde von unserer kleine Dame dem Wasser übergeben:

The second by little lady:

Fritzi wirftWie immer hoffe ich auf eine gute Reise und noch bessere Ankunft der Fläschchen! Diesmal bin ich nicht bis in die Mitte gegangen, sondern habe die Flaschen dort einwerfen lassen, wo gerade die Boje die Fahrtrinne markiert. Das ist direkt hinter einem Pfeiler, der einemerkwürdige Strömung erzeugt hat, mit einem Haufen kleinerer und größerer Wirbel, die die Flaschen imemr wieder unter Wasser gezogen haben. Aber ich habe sie auch immer wieder auftauchen sehen. Der Rhein macht kurz später einen Linksknick, so dass ich dachte, es wäre eine gute Idee, nicht ganz mittig, sondern ein wenig weiter rechts einzuwerfen. Nur die Zeit wird zeigen, ob die Einwurfstelle weise oder dumm ausgewählt war.

Another Dispatch

dispatchDiese zwei Flaschen schwimmen seit heute nachmittag im Rhein. Es sind die Flaschen mit den Nummern 13 und 14. Wir haben Hochwasser, und anscheinend soll es noch weiter steigen. Ich hoffe, das gibt den Flaschen gute Chancen!

These two guys are now swimming down the river Rhine. It carries a lot of water at the moment and runs fast. I hope this increases the chance of the bottles to make it far and get found!

dispatch 4Weil die Brücke dann doch recht hoch ist, ist es schwierig, die kleinen Fläschchen hinterher auf den Fotos zu sehen! Das nächste Mal muss ich vielleicht versuchen, mein Teleobjektiv zu benutzen. Allerdings windet es dort immer sehr, die Brücke schwankt, und ich habe keinen Stabilisator am Objektiv, deshalb fürchte ich, dass das nicht wirklich helfen wird. dispatch 02The bridge is rather high up over the river, and that makes it hard to actually see the little bottles in the pictures I take after I throw them in. Here is an example, I think you can click to enlarge it a little, and I marked the location of the bottle for you. It is the little white speck in the middle of the circle.

dispatch 3Das hier ist mal ein Beispiel Ich glaube, man kann ein größeres Bild sehen, wenn man mal draufklickt. Zur Hilfe habe ich die Position der Flasche markiert: Sie ist der kleine weiße Punkt in der Mitte des roten Kreises.

 

Another Dispatch

dispatchThe bottle with the number 9 (edit: apparently the numbers on the outside didn’t match the inside numbers and this was indeed bottle number 10) hit the waters of the river Rhine today. I threw it in from the top of the Kennedy Bridge which was an estimated 20-30m above the water. I was curious to see whether the bottle would survive the drop. It did, and I could see it for quite a long time because it was so brightly blue. I am happy that this worked well. This means I will probably dispatch a bottle like that every now and then. Here it is standing in my studio, below in my hands just before the dispatch:

flaschenpost no09-01 kleienrIch habe heute mal wieder eine Flaschenpost abgeschickt. Die Flasche mit Nachricht Nummer 9 (edit: die nummern innen und außen haben offenbar nicht übereingstimmt, und es handelt sich in wirklichkeit um Flasche nummer 10) wurde heute nachmittag dem Rhein übergeben. Diesmal habe ich von der Kennedy-Brücke aus geworfen. Ich wollte mal ausprobieren, ob die Flaschen den Sturz aus 20 oder mehr Meter Höhe überlebt. – Hat sie! Das heißt, ich werde wohl häufiger mal eine Flasche auf diese Weise auf ihren Weg schicken.